Über Bande

Das Filmprojekt der Klasse 4A der Grundschule Kantstraße Bremen

Film & Unterricht

 

Die Vermittlung von "Film" im Schulunterricht ist in der Regel rezeptionsorientiert: Was sehe ich auf dem Bildschirm, warum haben die das so gemacht und wie haben die das gemacht? Dabei lernt man sicher eine ganze Menge über das Medium Film und sieht Filme anschließend auch mit anderen Augen. Über diesen kognitiven Ansatz hinaus soll Film jedoch "mit allen Sinnen" erfasst werden.

 

Film mit allen Sinnen

 

Der wichtigste Aspekt ist dabei, über den rezeptionsorientierten Ansatz hinaus zu gehen und die Schülerinnen und Schüler direkt am Erlebnis Film zu beteiligen. Je nach Konzept und zeitlichem Rahmen kann dann festgelegt werden, an welchem Punkt man im Unterricht in das Thema Film einsteigt. Grundsätzlich ist jedoch immer das Ziel, einen aktiven Unterricht anzubieten, bei dem Schülerinnen und Schüler mit Hilfe fachlicher Anleitung selbst in den Prozess der Filmentwicklung einsteigen können. Die fachliche Anleitung ist dabei von elementarer Bedeutung - die Schülerinnen und Schüler einfach mit einer Kamera "zum Filmen" loszuschicken, wäre verschwendete Zeit ohne jeglichen Lerneffekt.

 

Altersangepasste Vermittlung

 

Damit Schülerinnen und Schüler im "Filmunterricht" Kompetenzen erwerben können, ist die Vermittlung fachlicher Inhalte erforderlich. In der Regel sind diese im Vokabular und Lehrmaterial nicht auf Kinder zugeschnitten. Hier ist eine Übertragungsleistung des Filmlehrenden erforderlich, um Fachkenntnisse altersgerecht zu vermitteln. Eine altersangepasste Sprache ohne unverständliche Fachausdrücke erleichtert den Zugang auch zu den eher "trockenen" Aspekten der Filmarbeit.

 

Synergie-Effekte

 

Besonders für den Deutsch-Unterricht können sich durch die Filmarbeit positive Synergie-Effekte ergeben, etwa wenn die Filmarbeit bereits bei der Erarbeitung eines Drehbuchs mit der Entwicklung von Szenen und Dialogen ansetzt. Die Fantasie der Kinder wird angeregt und sie schreiben mit Freude ihre Ideen für Szenen und Dialoge auf. Die kommunikative Beschäftigung in Arbeitsgruppen funktioniert annähernd ohne Zutun der Lehrkräfte.
Ebenso lassen sich positive Effekte auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ausmachen: Indem sie in die Rolle einer fiktiven Figur schlüpfen, können sie lernen, sich in andere "hineinzufühlen" - Empathie zu empfinden. Ebenso können sie ohne Gefahr für das Selbstbild und für das Standing in der Gruppe Grenzen austesten.

Lies hier weiter: Organisation