Über Bande

Das Filmprojekt der Klasse 4A der Grundschule Kantstraße Bremen

Coaching

 

Auch wenn man annehmen könnte, dass Schülerinnen und Schüler durch den täglichen Umgang mit Erwachsenen, die ihnen zumeist die Regeln des Umgangs vorschreiben, von ganz allein zu Schauspielern werden, so unterscheidet sich die gewohnheitsmäßige "Selbstdarstellung" deutlich von der Darstellung einer fiktiven Persönlichkeit in einem Film. Das Coaching der Schülerinnen und Schüler zielt daher vor allem darauf ab, ein "natürliches", realitätsnahes Schauspiel vor der Kamera zu erreichen, obwohl die Situationen gestellt und die Dialoge weitgehend vorgegeben sind.

 

Natürliches Schauspiel

 

Szenenprobe

Der größte Feind des natürlichen Schauspiels ist das "Overacting", das Überzeichnen der Figuren durch übertriebene Gestik und Mimik. Besonders bei Kindern kommt noch eine gewisse Nervosität hinzu - ausgelöst von der Kamera und den zuschauenden Mitschülern, die Kameras und Tonabnehmer bedienen oder einfach nur gerade an der Szene unbeteiligt sind. Bezüglich des letzteren Punktes tut man als Regisseur gut daran, die Personanzahl am Set auf das absolut Notwendige zu beschränken, um die Ablenkung für die Darstellerinen und Darsteller so gering wie möglich zu halten.
Anders als in der Bühnendarstellung des Theaters, bei der ein gewisses "Overacting" mitunter erforderlich ist, um mit den Ausdrucksmitteln des Schauspiels die räumliche Distanz zwischen Bühne und Publikum zu überwinden, können Kameras den Zuschauer unmittelbar ins Geschehen holen und eine Nähe suggerieren, als wäre man "direkt dabei". Somit besteht die Kunst des Schauspiels vor der Kamera darin, möglichst "normal" zu agieren - als wäre die fiktive Person eine reale, dargestellt mit den Mitteln der eigenen "Selbstdarstellung" - ohne sich dabei selbst darzustellen.

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